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Evangelische Jugend ruft zu Boykott des Media Markt auf

Kampagne „Weihnachten wird unterm Baum entschieden“ widerspricht dem Grundgedanken des Weihnachtsfestes.

 

Derzeit wirbt der zur Metro Group gehörende Elektronikhändler Media Markt intensiv mit dem Slogan „Weihnachten wird unterm Baum entschieden“.

Derzeit wirbt der zur Metro Group gehörende Elektronikhändler Media Markt intensiv mit dem Slogan „Weihnachten wird unterm Baum entschieden“. Nach Ansicht der Evangelischen Jugend von Westfalen reduziert diese Werbung das Weihnachtsfest auf einen Konsum-Event und ruft deshalb die Metro Group auf, diese Kampagne unverzüglich zu stoppen. Bis dies passiert, ruft die Evangelische Jugend dazu auf, für die Weihnachtszeit nicht bei Unternehmen der Metro Group zu kaufen, zu denen neben dem Media Markt auch Saturn, Galeria Kaufhof, Rewe und Metro C&C gehören.

Weihnachten: Fest des Glaubens - nicht des Konsums

Weihnachten, so die Evangelische Jugend, ist ein zentrales Fest aller Christen und ein Fest des Glaubens. Die Geburt Jesu Christi verbreite nicht die frohe Botschaft eines ungezügelten Konsums, der sich noch dazu in der Größe der Media-Markt-Geschenke unter dem Weihnachtsbaum bemessen lasse. Christi Geburt sei eine Botschaft des Friedens.

Die Evangelische Jugend verwehrt sich gegen die kommerzielle Vereinnahmung des Weihnachtsfestes und ruft insbesondere die Metro Group auf, die Bedeutung religiöser Feiertage zu achten.

Menschenverachtende Arbeitsbedingungen bringen keinen Frieden

Wie andere auch, weiß die Evangelische Jugend von menschenverachtenden Arbeitsbedingungen bei der Produktion von Elektrogeräten. Schonungsloser Ressourcenabbau und Umweltzerstörung werden bei der Produktion ebenfalls billigend in Kauf genommen. „Mit diesem Verhalten wird kein Frieden in die Welt getragen“ heißt es in dem Aufruf der Jugend. Die Gerechtigkeit zwischen den Völkern und Generationen würde dadurch zugunsten des Profits für Wenige bedroht. Das Weihnachtsfest eigne sich nicht zur Ausbeutung von Menschen und Natur, um Gewinnmaximierung zu erreichen.

Deshalb fordert die Evangelische Jugend die Metro Group darüber hinaus auf, eine ökologisch nachhaltige Herstellung der von ihr vertriebenen Produkte zu garantieren und auf die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen bei der Produktion der Artikel zu achten (Sozialstandards der Internationalen Arbeitsorganisation im Rahmen der Welthandelsordnung, die menschenwürdige Arbeitsbedingungen sicher stellen sollen).

Die Evangelische Jugend ihrerseits verpflichtet sich selbst, ihre Kaufentscheidungen kritisch zu prüfen und erinnert an die Kampagnen „Kritischer Konsum“ (www.bdkj.de/kritischerkonsum) und „Make IT fair“ (www.makeitfair.org).

Die Jugendkammer der Evangelischen Kirche von Westfalen verabschiedete dieses Vorgehen bei ihrer Zusammenkunft am Freitag den 10.12.2011.

Die Jugendkammer der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) ist das oberste Beschluss fassende Gremium des Jugendverbandes "Evangelische Jugend von Westfalen". Zu den Mitgliedern gehören die Jugendarbeit der Kirchenkreise und Gemeinden der EKvW und die Jugendverbände CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen - Westbund),  VCP (Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder), EC (Entschieden für Christus), esw (Evangelische Schülerinnen und Schüler Arbeit in Westfalen e.V.), LJV (Landesjugendvertretung), Landeskirchliche Einrichtungen (Amt für Jugendarbeit, Dienst an Schulen etc.) innerhalb der räumlichen Grenzen der EKvW. Die Jugendkammer vertritt damit die Interessen von 150.000 Kindern und Jugendlichen in Westfalen.             Anja Lukas-Larsen 

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