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Hamburg 2013 – mein erster Kirchentag!

Um 7.00 Uhr steht das Sammeltaxi vor der Haustür und holt mich am 01. Mai von Altena zum Treffpunkt in Iserlohn ab. Von dort geht es mit drei Bussen weiter nach Hamburg, wo wir die nächsten fünf Tage mit etwa 100.000 weiteren Kirchentagsbesuchern erleben.

 
Um 7.00 Uhr steht das Sammeltaxi vor der Haustür und holt mich am 01. Mai von Altena zum Treffpunkt in Iserlohn ab. Von dort geht es mit drei Bussen weiter nach Hamburg, wo wir die nächsten fünf Tage mit etwa 100.000 weiteren Kirchentagsbesuchern erleben. Wir sind im Goethe-Gymnasium in Altona untergebracht – zum Glück nur sechs S-Bahn-Stationen vom Messegelände entfernt. Das Nachtquartier wird schnell hergerichtet, umgeben von zwölf weiteren Mitschläfern, die sich später alle im Schutz der Dunkelheit als gute Schnarcher qualifizieren. Dann geht es zum Eröffnungsgottesdienst am Fischmarkt, einem von vier Gottesdiensten in Hamburg, was dann folgt, ist der Abend der Begegnung. In der Speicherstadt stellen sich verschiedene Städte der norddeutschen Landeskirche mit Aktionen, Essen und viel Musik dar. Der Abend schließt an der Binnenalster mit einem Lichtermeer aus Kerzen und dem Lied „Der Mond ist aufgegangen“, das aus tausenden von Kehlen zu hören ist. Der erste Tag ist geschafft!

 

Rechtzeitiges Aufstehen lohnt sich, denn es wollen – wie an allen folgenden Tagen auch –  über 300 Leute duschen und anschießend frühstücken – eine logistische Herausforderung, die das Team aus Frömern aber optimal im Griff hat. Nach dem Frühstück fahre ich mit der S-Bahn zum Congress Centrum, wo ich mir die Bibelarbeit von Sven Giegold, einem Europaparlamentarier, anhöre, der auch auf anschließende Nachfragen ausführlich, auch was seine Person und Tätigkeit betrifft, eingeht.

Eine Synagoge steht als nächstes auf meinem Programm. Hier gibt’s Vorstellungen zum Judentum, ein Rabbiner erklärt, was uns alles fremd ist und ich gehe mit vielen neuen Eindrücken weiter. Ich leg noch eins drauf und nehme auch noch eine Moschee mit, immerhin gibt es eine solche – wenn auch kleiner – ebenfalls bei uns in Altena , nur nicht so stark gefüllt wie jetzt hier in Hamburg. Als lockeres Abendprogramm suche ich mir „Reformation – oder außer Thesen nix gewesen“ aus. Ich hatte etwas ganz anderes erwartet und bin total überrascht und begeistert, denn es ist Kirchenkabarett!

 

Am Freitagmorgen besuche ich um 11.00 Uhr einen Filmgottesdienst, ich stehe schon um 9.30 Uhr vor dem Metropolis-Kino, wo sich bald eine Schlange hinter mir bildet. Es ist keinesfalls langweilig, denn der mitwirkende Chor stimmt sich auch draußen auf der Straße ein.

In Harburg besuche ich „Adam – die Suche nach dem Menschen“, ein musikalischer Streifzug durch die Bibel. Angefangen bei Gottes guter Schöpfung, zeigen mir die Lieder des Chores, wie sich der Mensch in seiner Geschichte immer mehr von Gott abwendet, aber durch Jesus auch die Möglichkeit zur Umkehr hat.

Im Rauhen Haus, im Wichern Forum, höre ich einen Vortrag über Fundamentalismus, der mehr Fragen als Antworten in mir auslöst und mir obendrein noch zu einem Nickerchen verhilft. Am Hauptbahnhof gehe ich abends noch in den Kirchentagsshop und beende damit meinen dritten Tag.

 

Samstag soll für mich der Tag auf dem Markt der Möglichkeiten werden. In vier großen Messehallen ist eine schier überwältigende Flut von Engagement dargestellt. Man kann gar nicht alles aufnehmen. Nachdem ich mit den „Linken“ fertig bin – auch politische Parteien zeigen ihre Präsenz – und mich die CDU auch noch vollgequatscht hat, kann ich endlich zum Kirchplatz Zukunft gehen, wo auch das Jugendreferat des Kirchenkreises Iserlohn unsere „Jugendkirche auf Zeit“ vorstellt. Umgeben von Christen aus Ahaus gegen Atomenergie, deren Flaggen weit in den „Iserlohner Luftraum“ ragen, merke ich doch, wie eng es auf dem Kirchplatz Zukunft zugeht. Dass man sich hier auf dem „Westfalenplatz“ auch gut  begegnen kann, zeigt die Tatsache, dass mein Konfirmator, Pfr. Ernst Pallmann, den ich seit drei Jahren nicht mehr gesehen habe, schnurstracks auf mich zukommt und begrüßt. Der Abbau des Stands in der Messehalle, bei dem ich die Iserlohner an diesem Abend unterstütze, verläuft geordnet und zügig, ganz anders das Bild draußen vor der Messehalle: hier gestaltet sich alles etwas schleppender bis chaotisch, wobei trotzdem viel Spaß dabei ist.

 

Letzter Tag: zuerst Koffer packen, Klassenzimmer wieder herrichten – schließlich sollen Hamburgs Schüler auch wieder ihre vertraute Umgebung zurückbekommen. Dann geht es mit der wirklich überfüllten U-Bahn zum Stadtpark, wo der Abschlussgottesdienst stattfindet.

Mit über 100.000 Menschen Abendmahl zu feiern ist schon beeindruckend. Danach folgt das Unvermeidliche: der Heimweg ruft. Aber ich komme mit nach Stuttgart, wenn in zwei Jahren dort der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag stattfindet. Dann heißt es nicht Stuttgart21, sondern Stuttgart´15!             Sven Theuerkorn, Altena

Jedes Kind braucht Urlaub!

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