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Katja Pischke ist derzeit dabei, ihr Büro zu räumen und in das ihres Vorgängers umzuziehen

Große Fußstapfen für Katja Pischke

Wer ihren Vorgänger Erich Reinke in der Geschäftsführung des Jugendreferates erlebt hat, der kann sich vorstellen in welch große Fußstapfen Katja Pischke nunmehr tritt.

Wer ihren Vorgänger Erich Reinke in der Geschäftsführung des Evangelischen Jugendreferates Iserlohn erlebt hat, der kann sich vorstellen in welch große Fußstapfen Katja Pischke nunmehr ab 1. Februar 2022 tritt. Angst davor hat sie jedoch keine und braucht sie auch wahrlich nicht zu haben. Bislang war die 48-jährige Bochumerin im Fachbereich „Spiritualität, Verkündigung und Kultur“ tätig und auch bereits neben Michael Goebel Reinkes Stellvertreterin.

Auf ihrem Weg hat sie stets der Psalm 119 „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege“ begleitet. Er spiegelt wider, was im Leben immer und immer wieder passiert. „Oft weiß man nicht, wohin die Reise gehen kann oder soll, sowohl im dienstlichen als auch im privaten Bereich und oft lasse ich mir für Entscheidungen einen Augenblick Zeit und warte, was mir Gott als Zeichen mit auf den Weg gibt, um die für mich richtige Entscheidung zu treffen. Das kann in einer Begegnung, in einem Lied aus dem Radio, in einer Andacht ... sein. Und so, wie im Vers genannt, sind diese Zeichen als Leuchten auf meinem Fuß zu finden, die mir den richtigen Weg ausleuchten“, so Pischke erklärend.

Jugendarbeit liegt Katja Pischke immer schon sehr am Herzen. An der Fachhochschule in Dortmund und Bochum studierte sie Soziale Arbeit und war nach dem Studium in einem Jugendzentrum und Kinderheim tätig.

Im März 2000 wechselte sie dann zum Evangelischen Kirchenkreis Iserlohn. Dort war sie erst einmal acht Jahre in Schwerte im Bereich der klassischen evangelischen Jugendarbeit tätig.
Nach der Neukonzipierung und Zentralisierung des Evangelischen Jugendreferates Iserlohn wechselte sie dort hin. Bei ihrer Arbeit war es ihr stets wichtig, dass Kinder und Jugendliche Kirche anders, lebendiger, erleben und dass man sie auch ernst nimmt. Mit verschiedenen Projekten, die sie initiierte, wie beispielsweise „Kirche auf Zeit“, ist ihr dies auch gelungen. Darüber war Katja Pischke bislang für die Betreuung und Koordination der Offenen Ganztagsschule in der Trägerschaft des Evangelischen Jugendreferates zuständig.

„Nah an Kindern und Jugendlichen dran sein“, unterstreicht die zukünftige Leiterin des Evangelischen Jugendreferates, was von Bedeutung ist. Bei Kinder- und Jugendfreizeiten, bei denen sie bei der Organisation und Durchführung mithalf, hat sie diese Erfahrung gemacht.
Auch als Chefin möchte sie selbstverständlich gerne weiterhin an der heranwachsenden Generation sein und mit ihr zusammen Kirche gestalten. Um den Nachwuchs zu erreichen, setzt sie auf moderne Medien. Beispielsweise lobt sie die Vorteile der „Jünger“-App, die ein Vernetzen ermöglicht. Allgemein möchte sie den multimedialen Schwerpunkt nicht aus den Augen verlieren, weil man darüber das Interesse und die Aufmerksamkeit der Kinder und Jugendlichen heutzutage erweckt. „Da müssen wir hin“, bringt sie es auf den Punkt.

Die Nachhaltigkeit zu fördern, setzt sich Katja Pischke als weiteres Ziel ihres neuen Aufgabengebietes. Des Weiteren ist es für sie wichtig, auch in schwierigen Zeiten den Menschen die Stärken von Kirche zu verdeutlichen und die gesellschaftliche Relevanz von Kirche zu stärken. Kirche darf sich ihrer Auffassung nach nicht weiter an den Rand der Gesellschaft drängen lassen. „Wir sind Teil der Gesellschaft“, so Katja Pischke.
Natürlich gibt es vieles, was unter Erich Reinkes Führung begonnen hat und auch zukünftig fortgesetzt wird. Bereits vor dem Weggang Erich Reinkes war Katja Pischke als Stellvertreterin ja schon in viele wichtige Entscheidungen miteingebunden.

So wird das Konfi-Camp fortgesetzt und auch ein Fokus auf die konzeptionelle Jugendarbeit in Kooperation gelegt.

Bei all dem kann sich Katja Pischke über ein starkes Team im Rücken freuen. Über 200 Mitarbeitende und unzählige freiwillig Engagierte gehören zur großen Familie des Evangelischen Jugendreferates Iserlohn. Michael Goebel wird weiterhin Stellvertreter bleiben, Philipp Sternemann wird zudem neuer Stellvertreter.

Drei Tage lang hat Katja Pischke mit ihrem Vorgänger die Übergabe vollzogen. Mit Erich Reinke verlieren die Mitarbeiter des Evangelischen Jugendreferates Iserlohn nicht nur den Leiter, sondern auch laut Pischke, einen Freund.

Wenn sie nicht im Jugendreferat ist, dann findet man Katja Pischke entweder zuhause in Bochum oder im Wasser. Für die verheiratete Mutter von vier Töchtern hat Familie – und dazu gehört auch der Familienhund – selbstverständlich einen hohen Stellenwert. Einen Ausgleich findet Katja Pischke, wenn sie untertaucht und das im wahrsten Sinne des Wortes. Wasser das ist einfach ihr Element, deshalb liebt sie auch Urlaube an der Nordsee oder südlicheren Gewässern. Sonntagsmorgens zieht sie oftmals schon ihre Bahnen im Schwimmbad und bringt es dabei auf 1000 bis 1500 Meter. Ein perfekter Urlaub ist es für Katja Pischke erst, wenn sie mindestens zwei Bücher lesen konnte, kommt sie zwischendurch doch oftmals nicht dazu.

Text und Fotos: Annabell Jatzke 

  • Katja Pischke ist derzeit dabei, ihr Büro zu räumen und in das ihres Vorgängers umzuziehen
  • Noch sitzt Erich Reinke am Schreibtisch und unterschreibt die letzten Papiere

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